Ein unebener Rasen kann schnell zum Ärgernis werden. Du bleibst beim Rasenmähen dauernd hängen, beim Spielen entstehen Stolperfallen und nach jedem Regenschauer sammelt sich Wasser in der nächsten Mulde. Wenn deine Rasenfläche uneben ist, leidet nicht nur die Optik, auch die Rasenpflege wird deutlich aufwendiger.
In diesem FUXTEC Gartenratgeber zeigen wir dir, wie du deinen Rasen effektiv begradigen kannst. Vom Erkennen der Ursache bis zur passenden Methode für das Begradigen ihres Rasens bekommst du hier eine klare Anleitung.
Warum ist dein Rasen uneben? Ursachen für Unebenheiten im Rasen erkennen
Bevor sie ihren Rasen begradigen, solltest du verstehen, woher die Unebenheiten kommen. Nur so verhinderst du, dass das Problem nach kurzer Zeit wieder auftaucht.
Setzungen nach dem Rasen neu anlegen
Nach einer Neuanlage des Rasens braucht der Boden Zeit, um sich zu setzen. Wird zu früh ausgesät oder direkt intensiv genutzt, sackt die Fläche später ab und bildet Mulden. Gerade bei einer frischen Neuanlage kann das schnell passieren, wenn die bestehende Erde nicht ausreichend vorbereitet wurde.
Tiere, Wurzeln und andere Gründe für eine unebene Rasenfläche
Maulwürfe und Wühlmäuse lockern den Untergrund auf. Erst entstehen kleine Hügel, später bricht der Boden ein. Auch Baumwurzeln sorgen für eine Erhöhung, während darunter Hohlräume entstehen können. In beiden Fällen entstehen typische Unebenheiten in Ihrem Rasen.
Staunässe und Verdichtung im Garten
Wenn der Wasserabfluss nicht funktioniert, wird der Boden weich. Er verdichtet sich ungleichmäßig oder rutscht seitlich weg. Gleichzeitig kann es durch schwere Geräte passieren, dass sich Teilbereiche zu stark verdichten. Das führt dazu, dass der Rasen ungleichmäßig wächst.
Warum du die Ursache klären solltest, bevor du den Rasen begradigen willst
Bevor sie ihren Rasen ebnen, gilt: Ursache prüfen. Wenn Drainageprobleme bestehen oder Tiergänge unter der Fläche verlaufen, hilft selbst das sorgfältigste Ebnen des Rasens nur kurzfristig.
Unterschiede erkennen: Wie stark ist dein unebener Rasen wirklich?

Nicht jede Delle erfordert eine Komplettsanierung. Das richtige Vorgehen hängt vom Ausmaß der Unebenheiten ab.
Höhenunterschied auf der Rasenfläche richtig messen
Spanne zwischen zwei Holzstäben eine Schnur und kontrolliere mit einer Wasserwaage, ob sie exakt waagerecht verläuft. An der tiefsten Stelle misst du dann den Abstand zur Schnur. So erkennst du schnell, wie stark deine gesamte Rasenfläche betroffen ist.
Kleine Unebenheiten oder stark unebenen Rasen erkennen
Einzelne Unebenheiten oder eine flache Vertiefung lassen sich meist lokal korrigieren. Bei größere Unebenheiten oder wenn die komplette Fläche schief wirkt, brauchst du eine intensivere Maßnahme.
Material berechnen, um den Rasen auszugleichen
Berechne Länge × Breite × Höhe, um zu wissen, wie viel Mutterboden oder Sand du benötigst. Je nach Situation wird Erde oder Sand verwendet, manchmal auch ein Gemisch. Wichtig ist, dass keine groben Klumpen enthalten sind.
Wann sollte man einen unebenen Rasen ebnen und begradigen?
Der beste Zeitpunkt, um den Rasen zu ebnen
Ideal ist der Zeitraum zwischen Mitte April und Ende Mai, wenn der Boden mindestens 10 °C erreicht hat. Dann wächst der Rasen zuverlässig nach und eventuelle Nachsaat gelingt besser.
Warum Bodenfeuchte und Temperatur entscheidend sind
Zu nasser Boden lässt sich nicht sauber bearbeiten. Er schmiert, verschiebt sich und verdichtet ungleichmäßig. Ist es zu trocken, verbindet sich neues Material schlecht mit dem bestehenden Rasen.
Rasen begradigen: Methoden, um Unebenheiten im Rasen auszugleichen
Wenn deine Rasenfläche uneben ist, gibt es nicht die eine Lösung. Entscheidend ist immer, wie stark die Fläche betroffen ist und wo das Problem liegt. Kleine Dellen behandelt man anders als flächige Setzungen. Und genau hier trennt sich „mal eben drüberarbeiten“ von einer nachhaltigen Lösung.
Wir gehen die vier typischen Szenarien Schritt für Schritt durch – und erklären dir jeweils, was du tust, warum du es tust und worauf du achten solltest.
Rasen walzen – kleine Unebenheiten im Rasen ebnen mit der Walze
Diese Methode eignet sich für kleine Unebenheiten oder leichte Wellen, die durch Frost, Begehen oder minimale Setzungen entstanden sind. Wichtig: Hier reden wir nicht von einer tiefen Mulde, sondern von flachen Dellen.
Schritt 1: Vorbereitung
Bevor du mit dem eigentlichen Ebnen beginnst, solltest du den Rasen gleichmäßig und eher kurz mähen. Das klingt banal, ist aber entscheidend: Erst wenn die Halme auf einer einheitlichen Höhe stehen, erkennst du kleine Vertiefungen, leichte Erhöhungen oder versteckte Mulden wirklich zuverlässig. Außerdem lässt sich Sand oder Erde später deutlich sauberer verteilen, wenn kein langes Gras im Weg steht.
Für diese Vorbereitung empfehlen wir generell einen leistungsstarken und sauber schneidenden Rasenmäher von FUXTEC. Ein gleichmäßiges Schnittbild ist die Grundlage dafür, dass du die Rasenfläche realistisch beurteilen kannst – und nur so lässt sich das Begradigen deines Rasens wirklich präzise umsetzen.
Schritt 2: Walzen
Eine mit Wasser gefüllte Rasenwalze drückt den Boden vorsichtig nach unten. Ziel ist nicht, den Boden stark zu verdichten, sondern nur kleine Höhenunterschiede auszugleichen.
Wichtig: Fahre mehrfach in wechselnden Richtungen über die Fläche. So verteilst du den Druck gleichmäßiger.
Eine Rüttelplatte kann ebenfalls eingesetzt werden, wirkt aber deutlich aggressiver. Sie kann den Untergrund zu stark verdichten, was später das Wurzelwachstum beeinträchtigen kann. Für normale Gartenflächen ist sie meist überdimensioniert.
Diese Methode funktioniert nicht bei frisch ausgesätem Rasen und nicht bei größere unebenheiten.
Rasen auffüllen und sanden – kleine Senken gezielt ausgleichen
Wenn du eine klare Mulde oder einzelne abgesackte Bereiche hast, reicht Walzen nicht aus. Hier musst du Material ergänzen.
Schritt 1: Fläche vorbereiten
Mähe den Bereich kurz und entferne lose Halme. Bei Bedarf kannst du den Rasen leicht anheben oder mit einem Spaten minimal lockern, damit neues Material sich mit der bestehenden Erde verbinden kann.
Schritt 2: Material mischen
Ein bewährtes Gemisch besteht aus Mutterboden und Sand im Verhältnis 1:1. Dieses Gemisch sorgt dafür, dass Wasser gut abläuft, sich aber dennoch ausreichend Nährstoff im Boden befindet.
Je nach Situation wird Erde oder Sand verwendet. Reiner Sand eignet sich eher bei Verdichtungsproblemen, während Mutterboden mehr Substanz bringt.
Schritt 3: Auffüllen
Verteile das Material mit einem Rechen gleichmäßig. Ziel ist es, die Vertiefung so auszugleichen, dass am Ende eine ebene Fläche entsteht.
Wenn nur dünn Material aufgebracht wird, wächst der bestehenden Rasen durch. Wird stärker Erde aufgefüllt, solltest du anschließend nachsäen, damit keine kahle stellen entstehen.
Hier lohnen sich hochwertige Rasensamen für die Nachsaat, damit die neue Fläche optisch zum restlichen Rasen passt. Anschließend leicht andrücken und vorsichtig bewässern.
Geduld ist hier entscheidend. Manchmal sind zwei bis drei Durchgänge im Abstand von einigen Wochen sinnvoller als eine radikale Maßnahme.
Stark unebenen Rasen abtragen – wenn punktuelle Reparatur nicht mehr reicht
Ist die gesamte Rasenfläche betroffen oder sind massive Setzungen vorhanden, reicht Auffüllen oft nicht mehr aus.
Schritt 1: Grasnarbe entfernen
Mit einem Spaten stichst du die Grasnarbe ab. Das klingt radikal, ist aber manchmal notwendig, wenn der Untergrund instabil ist oder durch Maulwürfe und Wühlmäuse unterhöhlt wurde.
Schritt 2: Untergrund modellieren
Nun kannst du den Boden neu verteilen. Achte darauf, gleichmäßige Übergänge zu schaffen. Kontrolliere mit einer Schnur und Wasserwaage, ob die Fläche eben ist.
Schritt 3: Feinabstimmung
Nachdem du die Fläche neu aufgebaut hast, heißt es: Entferne überschüssige Erde und gleiche kleinere Übergänge aus.
Diese Variante kommt einer Neuanlage sehr nahe. Deshalb solltest du dir vorher sicher sein, dass das Ausmaß der Unebenheiten ab diesem Punkt wirklich eine größere Maßnahme rechtfertigt.
Rasen umgraben und neu anlegen – die Komplettlösung
Wenn der Untergrund instabil ist oder der Boden schlecht aufgebaut wurde, hilft nur ein kompletter Neustart.
Schritt 1: Boden gründlich lockern
Mit einer Motorhacke von FUXTEC kannst du den Boden tiefgründig bearbeiten. Das ist besonders sinnvoll, wenn der Boden stark verdichtet ist oder alte Schichten aufgebrochen werden müssen.
Wie du deinen Boden locker bekommst, erfährst du im Gartenratgeber "Bodenverbesserung: Tipps für lockeren und gesunden Boden" von FUXTEC.
Schritt 2: Fläche neu formen
Ziehe die Fläche sauber ab, gleiche Höhenunterschiede aus und forme leichte Gefälle, damit Wasser später ablaufen kann.
Schritt 3: Vorbereitung für die Aussaat
Vor der Aussaat solltest du die Fläche leicht walzen, damit der Boden sich setzt. Danach wird neu ausgesät. Jetzt beginnt im Grunde die Neuanlage des Rasens.
Wenn alles richtig gemacht wurde, wächst der Rasen gleichmäßig an. Wächst der Rasen in den ersten Wochen gut an, entwickelt sich ein dichter Teppich.
Warum sich Sorgfalt hier lohnt
Ein unebener rasen kann schnell zur Dauerbaustelle werden. Wird nur oberflächlich gearbeitet, sackt die Fläche später wieder ab und bildet Mulden. Wer hingegen strukturiert vorgeht, schafft die Basis für einen rasen dauerhaft stabilen Untergrund.
Nach dem Begradigen ist regelmäßige rasenpflege entscheidend. Gegebenenfalls lohnt es sich, den Rasen zu vertikutieren – zum Beispiel mit dem
Benzin Vertikutierer FX-VT150
um Filz zu entfernen und sicherzustellen, dass der rasen ausreichend Sauerstoff und jeden wichtigen Nährstoff bekommt.
Nachpflege für einen dauerhaft ebenen Rasen im Garten
Nach dem Rasen begradigens ist Pflege entscheidend. Du kannst den Rasen regelmäßig mähen, um ein gleichmäßiges Wachstum zu fördern. Bei Bedarf empfiehlt es sich, den Rasen mit einem FUXTEC Vertikutierer zu bearbeiten. So verhinderst du Filzbildung und sorgst dafür, dass jeder Nährstoff besser aufgenommen wird.
Wenn der Untergrund langfristig stabil bleibt, bleibt dein gepflegten Rasen auch optisch eben. So bleibt der Rasen dauerhaft belastbar.
Fazit: Wann lohnt es sich, einen unebenen Rasen zu begradigen und dauerhaft zu ebnen?
Eine unebene Fläche sieht nicht nur unschön aus – sie beeinflusst die Nutzung und Pflege. Wenn du systematisch vorgehst und je nach Schaden die passende Methode wählst, kannst du deinen Rasen effektiv ausgleichen.
Ob kleinere Korrektur oder komplette Neuanlage des Rasens – mit dem richtigen Werkzeug, Geduld und einer durchdachten Vorgehensweise wächst der Rasen wieder gleichmäßig. Und am Ende steht genau das, was sich jeder Gartenbesitzer wünscht: ein dichter, belastbarer und gleichmäßig grüner Teppich im eigenen Garten.
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FAQ: Rasen uneben – Rasen begradigen und richtig ebnen
Am einfachsten klappt das Begradigen in einer trockenen, milden Phase im Frühjahr oder Frühherbst. Im Frühjahr ist der Zeitraum oft zwischen Mitte April und Ende Mai ideal, weil der Boden nicht mehr nass-schwer ist und Rasensamen zuverlässig keimen. Im Spätsommer/Herbst profitierst du davon, dass der Boden noch warm ist und die Verdunstung geringer wird.
Am zuverlässigsten ist die Schnur-Methode: Zwei Stäbe an der höchsten und niedrigsten Stelle setzen, eine Schnur spannen und mit Wasserwaage exakt waagerecht ausrichten. Dann misst du am tiefsten Punkt den Abstand zur Schnur. So siehst du schnell, ob es nur kleine Dellen sind oder ob du großflächig neu aufbauen musst.
Walzen hilft vor allem bei leichten, flächigen Unebenheiten, zum Beispiel nach Frost oder wenn die Grasnarbe minimal „wellig“ ist. Wichtig: Der Boden sollte leicht feucht sein, nicht nass. Eine Rasenwalze ist keine Lösung für tiefe Mulden oder abgesackte Bereiche – dort musst du Material ergänzen (Topdressing) oder den Untergrund neu modellieren.
Für kleine Mulden funktioniert Topdressing sehr gut: Du verteilst ein feines Gemisch aus Sand und Mutterboden (oft 1:1) dünn über die Vertiefung und ziehst es mit Rechen oder Rasenrakel ein. Die Gräser wachsen durch eine dünne Schicht meist hindurch. Bei dickeren Schichten solltest du nachsäen, damit keine kahlen Stellen bleiben. In diesem FUXTEC Gartenratgeber empfehlen wir: lieber in 2–3 Durchgängen arbeiten als einmal zu dick aufzutragen.
Vorher. Kurz mähen macht die Fläche „lesbar“: Du erkennst Vertiefungen, Erhöhungen und Übergänge besser und verteilst Sand/Erde sauberer. Außerdem verklebt dir das Material nicht in langen Halmen. Für die Vorbereitung auf größeren Flächen ist z. B. ein kräftiger Rasenmäher wie der FUXTEC Benzin Rasenmäher FX-RM5196PRO praktisch, weil du schnell gleichmäßig runterkommst.
Wenn die Unebenheiten stark sind, der Boden großflächig abgesackt ist oder Tiere wie Maulwürfe/Wühlmäuse den Untergrund unterhöhlt haben, sparst du dir mit einer Neu-Anlage oft am Ende Zeit. Dann wird die Grasnarbe abgetragen, der Unterbau sauber geformt und anschließend neu eingesät. Das ist mehr Arbeit, bringt aber eine dauerhaft stabile Ebene, wenn der Untergrund vorher korrekt aufgebaut wird.
Vertikutieren ist kein Ebnen, kann aber als Vorbereitung sinnvoll sein, wenn viel Filz, Moos oder Unkraut die Oberfläche „weich“ macht und Material später schlecht einsickert. Wenn du ohnehin planst, nach dem Topdressing nachzusäen, kann ein leichter Durchgang (nicht zu aggressiv) helfen. Für größere Flächen kommt z. B. der FUXTEC Benzin Vertikutierer FX-VT150 infrage. Danach immer sauber ausrechen und erst dann Sand/Erde verteilen.
Das Wichtigste ist der Unterbau: Gleichmäßig verteilen, in Schichten arbeiten und den Boden kontrolliert verdichten (nicht „platt drücken“, sondern stabilisieren). Wenn du tiefer neu aufbaust, lohnt sich das gründliche Lockern und Mischen des Bodens – dafür kann eine Motorhacke wie die FUXTEC Benzin Motorhacke FX-AF1139 hilfreich sein. Außerdem: Staunässe vermeiden, denn Wasser im Untergrund führt langfristig zu Setzungen.
Nach Topdressing ohne dicke Schicht reicht oft eine kurze Schonzeit, bis das Gras wieder sauber durchgewachsen ist. Nach Nachsaat oder kompletter Neuanlage gilt: erst betreten, wenn die jungen Halme gut verwurzelt sind. Als Faustregel: lieber ein paar Wochen Geduld – damit der sattgrüne Rasen später wirklich dicht und stabil wird. In diesem FUXTEC Gartenratgeber gilt: lieber einmal konsequent schonen als später wieder nachbessern.
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